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Wie die Region Stuttgart vom Tourismus profitiert

Wirtschafts- und Standortfaktor Tourismus

Die Region Stuttgart (fünf Landkreise und Landeshauptstadt Stuttgart) gehört inzwischen zu einer bedeutenden Tourismusdestination in Deutschland. Vor diesem Hintergrund hat die Stuttgart-Marketing GmbH 2016 eine Analyse des ökonomischen Stellenwertes der Tourismuswirtschaft bei der dwif-Consulting GmbH beauftragt. Analysiert wurden touristische Nachfrage, Gästeausgaben am Aufenthaltsort, touristische Umsätze, profitierende Branchen sowie Einkommens- und Steuereffekte.

Tagestourismus
Die Tagesreisen dominieren den Markt. Der Tagestourismus ist das mit Abstand größte Teilsegment des Tourismus, wird jedoch in statistischen Erhebungen in der Regel nicht erfasst. Die Region Stuttgart zählt im Jahr 99,3 Mio. Tagesgäste, darunter 52 Mio. in der Landeshauptstadt. Diese Tagesgäste leisten einen wichtigen Beitrag in Bezug auf eine ganzjährige Auslastung der vorhandenen Infrastruktur. Die Ausgaben der Tagestouristen in der Landeshauptstadt liegen bei durchschnittlich 35 Euro, in den fünf Landkreisen der Region bei 26 Euro pro Person. Für das Segment der Tagesreisenden in der Region Stuttgart ergibt sich damit ein Bruttoumsatz von 3.049.8 Mio. Euro pro Jahr (Stuttgart 1.820 Mio. Euro).

Übernachtungstourismus
In den gewerblichen Betrieben der Region Stuttgart – Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Jugendherberge – wurden 2015 8,4 Mio. Übernachtungen registriert (davon 3,5 Mio. in der Landeshauptstadt). Hier liegen die Ausgaben bei 180 Euro pro Person und Tag in der Region Stuttgart, bei rund 200 Euro in der Landeshauptstadt. Damit wird ein Bruttoumsatz von 1501.9 Mio. Euro erzielt (davon Stuttgart 703 Mio. Euro). Dazu kommen, und diese wurden 2016 erstmals für die Region Stuttgart und die Landeshauptstadt quantitativ erfasst, 16,8 Mio. Übernachtungen in Privathaushalten von Verwandten und Bekannten (davon in der Landeshauptstadt 3,95 Mio.). Mit diesem Volumen stellen sie ein nicht zu unterschätzendes Marktsegment des Übernachtungstourismus dar. Summarisch ergibt sich somit für den gesamten Übernachtungsbereich ein Bruttoumsatz von 2.044,7 Mio. Euro für die Region Stuttgart, anteilig davon für die Landeshauptstadt 868,2 Mio..

Insgesamt erzielt der Tourismus für die Region Stuttgart somit einen Gesamtbruttoumsatz von rund 5,1 Mrd. Euro pro Jahr. Der Anteil der Landeshauptstadt Stuttgart liegt bei ca. 2,7 Mrd.

Hotels, Geschäfte, Museen profitieren
Das Ausgabeverhalten der Tages- und Übernachtungsgäste unterscheidet sich in seiner Höhe und Struktur. Beim Tagesgast dominieren die Ausgaben im Einzelhandel, beim Übernachtungsgast im Gastgewerbe. In der Gesamtbetrachtung überwiegen die Ausgaben im Einzelhandel (42 Prozent) vor den Ausgaben im Gastgewerbe (38 Prozent) und den Ausgaben für Dienstleistungen (20 Prozent).

Touristische Wertschöpfung, Einkommens- und Beschäftigungseffekte, Steuereffekte: Die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor zeigt sich vor allem bei der Wertschöpfung. Insgesamt werden in der Region Stuttgart rund 2,3 Mrd. Euro als Löhne, Gehälter oder Gewinne einkommenswirksam, rund 1,2 Mrd. Euro davon in Stuttgart. Von diesem Einkommensbeitrag könnten rund 77.500 Personen  jeweils ein durchschnittliches Primäreinkommen erzielen, rund 40.000 davon in der Landeshauptstadt.

Michael Föll, Aufsichtsratsvorsitzender der Stuttgart-Marketing GmbH und Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, betont: „Die Studie bestätigt, dass wir die Entwicklung der touristischen Infrastruktur zu einer wichtigen Aufgabe der kommenden Jahre machen müssen. Sie zeigt deutlich, dass Tourismus uns alle angeht. Dessen sind sich Stadt und Region bewusst. Wir werden den wachsenden Markt kontinuierlich beobachten, um weiterhin als Tourismus-Destination vorne zu bleiben.“

Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH und Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH, fügt hinzu: „Für die Region Stuttgart ist der Tourismus ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Die vorliegende Untersuchung sehe ich als Appell an jeden, Tourismus als bedeutendes Querschnittsthema zu verstehen. Die Investition in diese Branche ist gleichzeitig auch eine Investition in unsere Region.“

(529 Wörter im Artikel)

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