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Übernachtungszahlen 2016

Tourismus in der Region Stuttgart weiter auf Wachstumskurs

Der Tourismus in Stuttgart und in der Region Stuttgart verzeichnete 2016 ein positives Ergebnis: Mit 3,7 Millionen Übernachtungen in der Landeshauptstadt und 8,6 Millionen Übernachtungen in der Region wurde die bisher beste Jahresbilanz für den Tourismus in der Gesamtregion Stuttgart erreicht. Die Übernachtungen der Inlandsgäste entwickelten sich dynamischer als die der Auslandsgäste.

I. Stuttgart
a) Übernachtungs- und Gästezahlen
Der langfristige Wachstumstrend des Stuttgart-Tourismus hält an. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Stadt Stuttgart und des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2016 insgesamt 1.998.477 Gäste in den Stuttgarter Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten (inkl. Camping) registriert. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gäste buchten 3.706.017 Millionen Übernachtungen bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1,9 Tagen. Die Übernachtungszahlen des Jahres 2015 wurden um 4,1 Prozent übertroffen. Damit schreibt der Stuttgarter Übernachtungstourismus seine konstante Erfolgsgeschichte auch 2016 fort. Seit dem Jahr 2009 verzeichnet er zum siebten Mal in Folge Steigerungsraten.

b) Übernachtungsangebot und Auslastung der Betriebe in Stuttgart
2016 standen den Gästen der Landeshauptstadt 168 Übernachtungsbetriebe mit insgesamt 20.418 Schlafgelegenheiten (Betten in der Hotellerie plus Stell- und Zeltplätze auf dem Campingplatz) zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung der Schlafgelegenheiten in den Beherbergungsbetrieben 2016 lag bei 51,5 Prozent. „Damit ist die durchschnittliche Auslastung gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen“, stellt Thomas Schwarz, der Leiter des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt Stuttgart fest. „Dies ist auf einen weiteren Ausbau der Hotelkapazitäten um 1338 Betten gegenüber 2015 zurückzuführen.“

c) Übernachtungen im saisonalen Verlauf
Mit insgesamt 319.553 Übernachtungen und einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erreichte der Monat April die größte Steigerung im Jahresverlauf. Der April 2016 war frei von Ferien- und Feiertagen. Daher konnten zahlreiche bedeutende Messen, Tagungen und Kongresse in diesem Monat platziert werden, die internationale Aussteller und Besucher in die Region Stuttgart brachten – unter anderem die „MEDTEC“, die „Expo Lounges“ oder die „FMX“. Februar und Juli weisen ähnliche Steigerungsraten von rund plus 3,5 Prozent auf. Januar, September, November und Dezember liegen alle bei positiven Zuwächsen von über 5 Prozent. Die Wachstumsraten im März und Juni waren hingegen niedriger. Der Mai entwickelte sich als einziger Monat rückläufig (minus 5 Prozent). Das lag unter anderem daran, dass die kompletten zwei Wochen Pfingstferien den Geschäftsreisetourismus im Mai stark einschränkten und dass Pfingsten mittlerweile gerne anstelle eines Städtetrips für einen vorgezogenen Jahresurlaub genutzt wird. Der Oktober blieb mit 369.513 Übernachtungen der volumenstärkste Monat des Jahres. Das sehr gut besuchte Cannstatter Volksfest aber auch die MOTEK, der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. und zahlreiche weitere Veranstaltungen sind hier ursächlich.

d) Herkunft der Übernachtungsgäste
Das Verhältnis der Übernachtungen deutscher und ausländischer Besucher beträgt 2016 69:31. Deutschland, der wichtigste Quellmarkt für Stuttgart, erzielte 2.572.773 Übernachtungen und ein Plus von 5,2 Prozent. Im Gegensatz zu den Vorjahren waren  die Zuwachsraten 2016 bei den inländischen Gästen stärker ausgeprägt als bei den Gästen aus dem Ausland. So stieg das Übernachtungsvolumen der ausländischen Gäste (1.133.244 Übernachtungen) um lediglich 1,6 Prozent. Die USA stellen mit 185.044 Übernachtungen nach wie vor den größten ausländischen Markt für Stuttgart dar und erzielten mit bemerkenswerten 19,8 Prozent das mit Abstand größte Wachstum unter allen Auslandsmärkten. Nach wie vor auf Platz 2, stärkt die Schweiz kontinuierlich ihre Position als bedeutender, stetig wachsender, erfolgreicher touristischer Quellmarkt, und hat mit insgesamt 145.787 Übernachtungen nochmals um 10,5 Prozent zugelegt. Beachtliche Steigerungsraten weisen außerdem die Niederlande (plus 7,3 Prozent) und Österreich (plus 4,6 Prozent) auf. Auch Großbritannien hat zugelegt (plus 4,4 Prozent) und konnte mit 75.557 Übernachtungen seinen Platz an dritter Stelle behaupten. An Position vier steht der chinesischen Markt (62.483 Übernachtungen), Platz fünf belegt Österreich (59.603 Übernachtungen). Dicht gefolgt vom italienischen Markt (57.925 Übernachtungen), der gegenüber dem Vorjahr 9,5 Prozent verliert. Frankreich bleibt auf Rang 7. Insgesamt auffällig ist der starke Rückgang aus dem asiatischen und arabischen Raum: Neben China (minus 13,3 Prozent), weisen auch die Arabischen Golfstaaten (minus 18,2 Prozent)  und Indien (minus 7 Prozent) nicht unerhebliche Rückgänge auf.

II. Region Stuttgart
Die touristische Bilanz für die Gesamtregion Stuttgart (fünf Landkreise und Landeshauptstadt Stuttgart) fiel 2016 ebenfalls positiv aus: Mit 8.557.351 Übernachtungen in 839 Betrieben (insgesamt 55.861 Betten) konnten gute Werte erzielt werden. Das Übernachtungsvolumen wurde im Vergleich zum Vorjahr nochmals um
1,8 Prozent gesteigert. Das Übernachtungsvolumen der inländischen Gäste stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent, bei den Gästen aus dem Ausland hingegen gab es einen Rückgang von minus 0,8 Prozent. Die Tourismusbilanz in den einzelnen Landkreisen zeigt sich uneinheitlich: Den prozentual größten Zuwachs erzielte 2016 der Landkreis Böblingen mit plus 4,4 Prozent (1.128.159 Übernachtungen). Außer Böblingen konnte nur noch der Landkreis Göppingen ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen (plus 3 Prozent, 570.240 Übernachtungen). Die drei Landkreise Rems-Murr-Kreis (694.088 Übernachtungen / minus 0,1 Prozent), Ludwigsburg (984.315 Übernachtungen / minus 2,9 Prozent) und Esslingen (1.494.532 Übernachtungen / minus 2 Prozent) verbuchten hingegen leichte Rückgänge. Letzterer liegt nach dem Übernachtungsvolumen weiterhin auf Platz eins.

III. Weitere Entwicklung
Auch das vergangene Jahr war wieder geprägt von zahlreichen internationalen, übernachtungsrelevanten Messen und Kongressen. Die inzwischen weltweit beliebten jährlichen Highlights (Cannstatter Volksfest, Weihnachtsmärkte in der Region) haben Millionen Gäste angelockt. Weiter hat das Deutsche Chorfest Stuttgart vom 26. bis zum 29. Mai 2016 bewiesen, wie wichtig Treiber für den Tourismus in der Region sind und eine optimale Plattform für die Platzierung touristischer Angebote bieten. Mehrere Jubiläen von Mercedes-Benz Museum, Fernsehturm und Weindorf haben ebenfalls zur erfolgreichen Tourismusentwicklung beigetragen.
Für 2017 zeichnet sich im Messe- und Kongressbereich erneut eine gute Entwicklung ab – es sind unter anderem gleich vier namhafte Medizinkongresse zu Gast im ICS Internationales Congresscenter Stuttgart der Messe Stuttgart. Dennoch deutet manches darauf hin, dass in der weltweiten Reisebranche schwächelnde Märkte und Krisen sowie die Sorge um Sicherheit in Europa auch die Tourismusentwicklung in der Region Stuttgart beeinflussen werden.

„Zum positiven Ergebnis 2016 des Stuttgart-Tourismus haben vor allem die erfreulichen Zuwachsraten inländischer Gäste beigetragen. Sie waren die Wachstumstreiber des zurückliegenden Jahres. Die Stagnation bei den ausländischen Gästen konzentriert sich vor allem auf die asiatischen Märkte“, bilanziert Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH und Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH. „Die Ursachen sind vielschichtig. Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren bestimmen den Reisemarkt und prägen die Reiseplanung, ohne dass wir es beeinflussen können. Wir leben in Zeiten von sich verändernden Rahmenbedingungen für das Reisen durch Angst vor Terror, Wirtschaftsschwächen im eigenen Land etc. Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit mehr.“

(1021 Wörter im Artikel)

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