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Starke Kontraste

Museen in der Region Stuttgart

Große Kunst gibt es nicht nur in großen Städten. Die Museen der Region Stuttgart zeigen Volkskunde, klassische Moderne, Skulpturen, Literatur und auch ihre Schokoladenseite.

Waldenbuch. In dem Städtchen südlich von Stuttgart befindet sich eine Außenstelle des Landesmuseum Württemberg. Das Museum der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch ist das größte Volkskundemuseum im deutschsprachigen Raum. Im Fokus der 2.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche steht das Leben, vermittelt durch Alltagsobjekte vom 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Noch bis zum 3. Juli 2020 thematisiert das Museum in der Ausstellung Adieu Plastiktüte die Ära der Plastiktüte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die seit den 1950er Jahren beliebte Tüte aus Polyethylen Abfall oder Kulturgut ist. Schließlich war sie eine beliebte Werbefläche mit großartigen Designs, kuriosen Kompositionen und amüsanten Werbesprüchen.
„Quadratisch. Praktisch. Kunst.“ So könnte der Slogan für das Museum Ritter lauten. Direkt neben der Schokoladenfabrik von Ritter Sport gelegen, präsentiert es optische Leckerbissen. Denn die Sammlung von Marli Hoppe-Ritter beschäftigt sich mit dem Quadrat und dessen künstlerischer Darstellung im 20. und 21. Jahrhundert. Zwischen dem 17. Mai und September 2020 gibt die Sonderschau Vera Molnar Einblicke in das umfangreiche Œuvre der 1924 in Budapest geborenen Künstlerin, die als wichtige Pionierin der Computerkunst gilt. 

Schwäbisch Hall. Die Kunstsammlung des Unternehmers Reinhold Würth aus den 1960er Jahren bildete den Grundstein der Sammlung Würth, die heute rund 17.000 Kunstwerke umfasst. Akzente liegen auf Skulpturen, Malerei und Grafiken vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Klassische Moderne ist durch Arbeiten von namenhaften Künstlern wie Max Beckmann, Edvard Munch, Emil Nolde und vielen anderen vertreten. Ganze Werkblöcke gibt es von Künstlern wie Georg Baselitz und Christo und Jeanne-Claude. In der Kunsthalle Würth werden der Öffentlichkeit Teile dieser Sammlung in wechselnden Ausstellungen präsentiert. In Lust auf mehr können die Besucher noch bis 20. September 2020 in der Kunsthalle Würth neues aus der Sammlung Würth zur Kunst nach 1960 bewundern. Rund 170 meist neu erworbene Werke zur Gegenwartskunst sind zu sehen: von Georg Baselitz und Christo, Alex Katz, Anselm Kiefer, Maria Lassnig und A. R. Penck bis zu Yngve Holen und Michael Sailstorfer.
Die Johanniterkirche zeigt als Dauerpräsentation die Alten Meister der Sammlung Würth. Den Kernbestand bildet der ehemals Fürstlich Fürstenbergische Bilderschatz, den die Familie Würth im Jahr 2003 erworben hatte. Sie enthält Werke von Lucas Cranachs d. Ä. und zahlreiche Tafelbilder des Meisters von Meßkirch. 

Künzelsau. Das Museum Würth in Künzelsau, das ebenfalls auf die private Kunstsammlung von Reinhold Würth zurückgeht, zeigt in wechselnden Ausstellungen die Werke aus der Sammlung Würth. Noch bis 15. März 2020 zeigt die Schau Christopher Lehmpfuhl. Zwischen Pathos und Pastos. Christopher Lehmpfuhl malt en plein air, also im Freien. Zu sehen sind Landschaften und Stadtansichten. 

Waiblingen. Der Schwerpunkt der Galerie Stihl liegt auf Papierarbeiten, von der klassischen Zeichnung über Comic bis hin zum digitalen Entwurf. Jährlich zeigen verschiedene 
Wechselausstellungen klassische Arbeiten auf Papier von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, Massenproduktionen wie Karikaturen und Plakate sowie Zeichnungen zu Architektur, Design und Technik. Liebe, Traum und Tod. Max Klingers druckgrafische Folgen ist zwischen dem 1. Februar und 26. April 2020 zu sehen. Klingers Werke begeistern durch prägnante Bildfindungen, gedankliche Tiefe und überbordende Fantasie. 

Ludwigsburg. Sechs Ausstellungen beherbergt das Residenzschloss Ludwigsburg. Das Keramikmuseum stellt einzigartige Schätze der keramischen Kunst aus, im Modemuseum ist Kleidung vom 18. bis zum 20. Jahrhundert zu sehen. Die Barockgalerie präsentiert vor allem ausgewählte Werke der deutschen und der italienischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Carl-Eugen-Appartement zeigt die Räume, die sich Herzog Carl Eugen als privaten Rückzugsraum einrichten ließ und das Theatermuseum gibt Einblicke in die württembergische Theatergeschichte und zeigt auch einige originale Kulissen. In der Mitmachausstellung Kinderreich lernen Kinder ab vier Jahren das Schloss mit allen Sinnen kennen.

Marbach am Neckar. Im Geburtsort von Friedrich Schiller ist der große deutsche Literat allgegenwärtig. Die Museen des Deutschen Literaturarchivs, das Literaturmuseum der Moderne und das Schiller-Nationalmuseum, sind weltweit die einzigen, ausschließlich für die Ausstellung von Literatur genutzten Gebäude. Das Schiller-Nationalmuseum zeigt auf 450 Quadratmetern literarische Zeugnisse des 18. und 19. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf der Schwäbischen Dichtung. Neben Dokumenten von und über Schiller sind auch weitere deutsche Literaten wie Hölderlin oder Mörike vertreten. Das Literaturmuseum der Moderne präsentiert das Schriftgut des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. In der Dauerausstellung Die Seele geben 280 Exponate Einblick in die Literaturgeschichte. 

Bietigheim-Bissingen. Kunst ist in der Kleinstadt im Landkreis Ludwigsburg überall zu finden. Vor allem die historische Innenstadt zieren Skulpturen von Bildhauern des 
20. Jahrhunderts. In der Städtischen Galerie liegt der Sammlungsschwerpunkt auf Linolschnitt / Hochdruck, Kunst der Region und Zeitgenössisches. Wechselnde Ausstellungen zur Klassischen Moderne und Gegenwartskunst erweitern die Sammlung.

Sindelfingen. Die Galerie der Stadt Sindelfingen, das Lütze-Museum, präsentiert 1.200 Werke der süddeutschen Kunst von 1870 bis in die Gegenwart und damit einen breit gefächerten Überblick über die Kunst des 20. Jahrhunderts aus den Genres Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur. 
Das SCHAUWERK zeigt die Privatsammlung von Peter Schaufler und Christiane Schaufler-Münch, die in den letzten 30 Jahren eine der beeindruckenden privaten Kunstsammlungen in Deutschland aufgebaut haben. Darunter sind Arbeiten der ZERO-Bewegung, einer Düsseldorfer Künstlergruppe aus den 1950er bis 1960er Jahren, Minimal Art, Konzeptkunst, Malerei und Skulptur. Aber auch Lichtarbeiten, Rauminstallationen und zeitgenössische Fotografie nehmen in den hellen, modernen Ausstellungsräumen einen wichtigen Platz ein. Vom 14. Juni 2020 bis 6. Juni 2021 ist die Einzelausstellung des britischen Künstlers Antony Gormley zu sehen. Zentrales Thema seines Schaffens ist der menschliche Körper und seine Beziehung zum Raum. 

(874 Wörter im Artikel)

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