Locationsuche

Schließen


mindestens qm
mindestens

Mein Merkzettel

Schließen

Zwischen französischer Malerei und klassischer Moderne

Kunstvolles Stuttgart

Die Staatsgalerie Stuttgart, das Kunstmuseum Stuttgart, das Landesmuseum Württemberg und das Linden-Museum Stuttgart präsentieren Jahr für Jahr herausragende Ausstellungen. Im Jahr 2020 lockt französische Malerei, eine Modeausstellung und einer experimentierfreudigen Schau zu Willi Baumeister in die baden-württembergische Landeshauptstadt. 

Anlässlich des 250. Todestag im März 2020, ehrt die Staatsgalerie Stuttgart den venezianischen Meister Giovanni Battista Tiepolo – der bedeutendste Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien – mit der Sonderausstellung Tiepolo. Noch bis 2. Februar 2020 wird der hochrangige Stuttgarter Tiepolo-Bestand im Kontext einer Auswahl internationaler Leihgaben aus Malerei, Graphik und Zeichenkunst präsentiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum soll die Schau den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos eröffnen. 
Vom 12. Mai bis 13. September 2020 ist Drucksache Bauhaus zu sehen. 45 Künstler – von Willi Baumeister über Umberto Boccioni bis hin zu Oskar Schlemmer – ließen 1921 gemeinsam ein Mappenwerk der Druckgraphik entstehen, in dem die Idee der Moderne international vervielfältigt, verbreitet und den Sammlern zum Kauf angeboten werden konnte. Die Staatsgalerie zeigt nun ihr Bauhaus Mappenwerk, ergänzt um druckgraphische Arbeiten weiterer Bauhausmeister.
Die Sonderausstellung Mit allen Sinnen! Französischer Impressionismus stellt zwischen dem 16. Oktober 2020 und 7. März 2021 die Künstler des Impressionismus in den Mittelpunkt. Dank einer Auswahl von etwa 80 selten bis nie ausgestellten Leihgaben aus Privatbesitz sowie eigenen Beständen, kann die Staatsgalerie die ganze Entwicklungsgeschichte dieser Epoche nachvollziehbar machen. Neben Werken der einschlägigen Maler wie Manet, Renoir, Monet und weiteren, sind auch Arbeiten von unter anderem Berthe Morisot, Mary Cassatt und Paul Gauguin zu sehen.

Bis 23. August 2020 wird die Themenausstellung Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520 – 1970 im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen sein. Gezeigt werden Bilder, Objekte und Installationen von den späten 1950er-Jahren bis 1970, u.a. von Gianni Colombo, Bridget Riley und Victor Vasarely. Die Ausstellung, eine Kooperation mit dem mumok – museum moderner kunst stiftung ludwig in Wien, stellt darüber hinaus Bezüge zur Kunst des 15. bis 18. Jahrhunderts, in denen optische Effekte eine Rolle spielen, her.
Die Geschichte des Kunstmuseum Stuttgart im Nationalsozialismus ist weitgehend unbekannt. Die Schau Der Traum vom Museum „schwäbischer“ Kunst. Das Kunstmuseum Stuttgart im Nationalsozialismus thematisiert vom 1. Februar bis 1. November 2020 ein lange verdrängtes Kapitel Stuttgarter Museumsgeschichte und schreibt zugleich die Gründungsgeschichte des Kunstmuseum Stuttgart neu.
Die Ausstellung Wände vom 26. September bis 31. Januar 2021 nimmt die künstlerische Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand seit Ende der 1960-er Jahre bis heute in den Blick. Die internationalen Leihgaben, darunter von Monica Bonvicini, Yoko Ono und Charlotte Posenenske gehen weit über die Wandmalerei und -zeichnung hinaus umfassen ebenfalls performative, skulpturale und installative Ansätze. Kamm, Pastell und Buttermilch. Willi Baumeister – Adolf Hölzel – Fritz Seitz ist vom 28. November 2020 bis 27. Juni 2021 zu sehen. Als Künstler experimentierte Willi Baumeister mit unterschiedlichen Materialien und Techniken. In der Ausstellung treten Baumeisters selten präsentierte Pastellzeichnungen in Dialog mit Blättern seines Lehrers Adolf Hölzel und seines Studenten Fritz Seitz. 
In Jetzt oder Nie. 50 Jahre Sammlung LBBW, zu sehen vom 27. November bis 30. Mai 2021, werden herausragende Werke aus allen Bereichen der Sammlung LBBW präsentiert. Der Beginn der Kunstsammlung LBBW geht zurück auf das Jahr 1971. Lag der Sammlungsschwerpunkt zunächst auf Kunst aus der Region Stuttgart und Baden-Württemberg, erweiterte sich der Bestand in den 1990er Jahren um internationale Positionen. 

Die Große Landesausstellung Fashion?! Was Mode zu Mode macht stellt im Landesmuseum Württemberg vom 24. Oktober 2020 bis 25. April 2021 den Besuchern die Komplexität des Systems Mode in einer kritischen, aber auch unterhaltenden Darstellung vor. Die fünf verschiedenen Themenräume nehmen jeweils unterschiedliche Akteure in den Blick: von Designern über Modefotografen bis hin zu Influencern. Die Ausstellung versteht Mode als breiten Sammelbegriff und zeigt klassische Highlights internationaler Modegeschichte ebenso wie opulente Haute-Couture-Entwürfe, Alltagskleidung und Filmsequenzen.  

Anlässlich des 500. Jahrestags der Entdeckung Mexikos durch den Spanier Hernán Cortés zeigt das Linden-Museum bis 16. August 2020 die Kultur der Azteken in einer Großen Landesausstellung. Im Fokus der Ausstellung stehen zwei von weltweit noch vier erhaltenen Federschilde der Azteken sowie eine hochwertige Grünsteinfigur. Ergänzt werden die Ausstellungsstücke durch circa 250 hochkarätige Leihgaben aus Europa und Mexiko, darunter auch noch nie ausgestellte Opfergaben. Wertvolle Mosaikmasken, Federarbeiten und Goldschmuck lassen erahnen, welche Pracht am Hofe des Aztekenherrschers herrschte. 

Jedes Jahr findet in Stuttgart die Lange Nacht der Museen statt. Rund 90 ausgewählte Museen, historische Gebäude oder Industriedenkmälern öffnen zwischen 19 und 2 Uhr ihre Pforten und präsentieren neben Führungen auch zahlreiche Sonderprogramme in dieser Nacht. 
 

(714 Wörter im Artikel)

Informationen zum Download

Download Text


Download Bilder

Schließen